Cyber-Mobbing mit moralischen Zielen

So lautete die Überschrift einer Pressemitteilung. Cyber Mobbing soll bedeuten, dass ein Betroffener nicht auf herkömmliche (”Auge um Auge”) Art, sondern mit Hilfe des Internets denunziert wird.

Wie kam es zu diesem Hintergrund der Pressemitteilung?

Eine Website (Wikileaks) ruft dazu auf, Dokumente und Inhalte dem Projekt zuzuführen, die auf normalem Weg nie an die Öffentlichkeit kommen würden. Sogenannte Insider-Informationen. Danach sollen die User über deren Echtheit diskutieren. Die Bank Julius Bär klagte gegen die Website und sie wurde per Gerichtsbeschluss vom Netz genommen. Dies betraf jedoch nur die US-Website. Das Projekt Wikileaks ist dennoch unter der Adresse http://www.wikileaks.cx/ zu erreichen.


Angeblich befinden sich auf der Seite von Wikileaks echte Dokumente und Inhalte die Firmenchefs, Großkonzerne, Staatschefs usw. belasten. Außerdem sollen sich geheime Dokumente des US-Militärs in Besitz von Wikileaks befinden. So z.B. Folteranleitungen des “geheimen” Gefangenenlagers Guantánamo.

Die Bank Julius Bär war quasi gezwungen zu klagen, da zahlreiche Dokumente viele “wichtige” Kunden mit Steuerschwierigkeiten etc. belastet hätten.

Die Seite wurde von Menschen verschiedener Nationen gegründet und soll helfen, “gewisse” Informationen der Welt zur Verfügung zu stellen. Zitat der Pressemitteilung:
“Ihr Ziel ist “ethisch-moralisches Leaking”, also das bewusste Durchsickern von Informationen mit guten Absichten.”

Aber ist das nun moralisch oder unmoralisch? Ich habe keine Ahnung. Es ist ein gewisser Zwiespalt. Einerseits haben die Firmenchefs und sonst wer auch nur ein Leben und passen sich sicherlich nur ihrem Umfeld an. Andererseits würde mich manchmal schon interessieren, welches Geld in welche dunklen Kanäle fließt….