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3 Feb
Angeregt von einem Beitrag auf Maltes Blog startete ich am 28.01.2008 gegen 7.30 Uhr morgens ein kleines Google Experiment zum Thema QDF (Query Deserves Freshness).
Folgender Hintergrund: Malte berichtet in seinem Blog über das Ausnutzen eines Google Doodles mit Hilfe einer Besonderheit des Google-Algorythmus. Goggle schiebt Websites, die neu sind und zu deren Inhalt passende Suchanfragen extrem ansteigen, nach vorn. Google meint, das der aktuelle Content besonders interessant sein müsste, da er eben neu ist und zum Thema passt.
Am 28.1.2008 war es soweit. Ich schaltete morgens meinen Rechner im Büro ein und, da Google die Startseite ist, sah ich das Google Doodle:

Hintergrund des Logos (Doodles) war der 50. Geburtstag des Lego-Steins. Also habe ich kurz überlegt was alles zu tun ist:
Also das mit dem Server war nicht notwendig, dazu später mehr. Zuerst suchte ich mir als Server googlepages raus. Der Server ist schnell und laut Google sind die Seiten extrem schnell im Index.
Um die Seite schnell in den Index zu bekommen und auch entsprechend darauf aufmerksam zu machen wählte ich Yigg, one3p und Infopirat. Außerdem kopierte ich schnell den Text und übersetzte ihn ganz fix mit Google Translate ins Englische. Damit erstellte ich eine weitere Seite und publizierte diese bei digg. Dort hatte ich mit meiner Faulheit (Übersetzung) keine Chance gegen andere.
Die Informationen die ich brauchte suchte ich mir vorher über das Internet und vor allem auf der Lego-Seite heraus. Ich formulierte um und erstellte meine zwei Seiten.
Es gelang mir diesen ganzen Vorgänge innerhalb von maximal 20 Minuten zu erledigen. Herausgekommen sind die deutsche Version und die englische Version. Da ich den Quelltext bei GooglePages nicht beeinflussen kann, musste ich auf spezielle SEM-Optimierungen verzichten. Lediglich den Namen der Seite konnte ich speziell für dieses Experiment “optimieren”. Da der Doodle
50th anniversary of the Lego brick hieß, nannte ich natürlich auch die Seite so. Damit hat sie an Stärke gewonnen. Abschließend habe ich noch schnell Pingomatic angepingt und geschaut was so passiert.
Leider habe ich es aus Zeitgründen versäumt Screenshots zu machen. Doch zur Suchphrase 50th anniversary of the Lego brick war bereits nach einigen Minuten meine deutsche Version im Index. Ca. 30 Minuten dann auch die zweite. Ich weiß leider nicht warum.
Den ganzen Tag über schaute ich ab und zu mal was so passierte. Natürlich gab es andere die meinen Plan auch umsetzen wollten, doch es gelang keinem mich zu “vertreiben”. Zum Suchbgriff stand ich fast den ganzen Tag auf Position eins, drei,vier,fünf,sechs,acht in den Google-SERPs. Auch auf tieferen Ergebnissen war “ich” zu finden. Das waren natürlich nicht alles meine Links. Verschiedene Feed-Sammler, wie z.B. LAB-13, nahmen logischerweise auch dieses Thema und damit meine Links von anderen Seiten auf. Dadurch waren in den Suchergebnissen extrem viele Links zu finden, die entweder zu meinen Seiten, zu meinen Artikeln auf den social news Seiten Yigg, one3p und Infopirat oder zu Seiten, die Links zu meinen Links enthalten.
Ich hatte aber auch Konkurrenz. Eine Seite war fast die ganze Zeit direkt auf Position zwei und eine Zeitlang sogar auf Position eins. (Bis ich sie durch weitere Maßnahmen wieder vertrieben habe)
Die Maßnahmen bestanden darin, kurzfristig lediglich ein paar (5 oder 6) neue Links zu schaffen und sie in den Google Index zu pingen.
Das Ergebniss:
Ich plazierte AdSense auf der deutschen Version und englischen Version. Außerdem einen Link zu meinem social news Projekt one3p.
Leider versäumte ich es, einen ordentlichen Zugriffszähler zu installieren, deswegen kann ich lediglich die Zahlen von meinen AdSense-Channels als Indikator für Besuche nehmen.
Ich hatte insgesamt auf beiden Seiten ca. 1500 Seitenimpressionen. Da es keine Unterseiten gibt und der Inhalt eher langweilig ist, gehe ich mal davon aus, das diese Zahl ungefähr den Besuchen entspricht. Als Referer zu one3p konnte ich diese Seiten nicht meinen Server-Logs ausmachen. Mein Verdienst bei AdSense lag unter einem Euro.
Es war aber auch nicht das Ziel an einem Tag reich zu werden. Vielmehr interessierte mich, ob das, was Malte schreibt, wirklich funktioniert. Im Groben gesagt: Es funktioniert. Das Ergebniss ist nicht toll, aber ich habe heute noch regelmäßig ca. 5 Besucher pro Tag für eine Seite die eigentlich keine ist. Auch in den Google-Suchergebnissen stehe ich zum Zeitpunkt dieses Artikels an Position zwei, drei, fünf, sechs, sieben und neun sowie auf weiteren Ergebnissen in der Form wie oben beschrieben.
Insgesamt betrachtet entsprach diese Arbeit einem Stundenlohn von um die drei Euro.
Dieser Blog ist nicht berühmt und kaum bekannt, aber sollte sich jemand mal hierher verirren postet doch einen Kommentar. ICH FOLGE
PS: Hier gibts einen guten Artikel zm Thema QDF
Nachtrag: Nur die wirklichen Leser kommen hier an. Deswegen an dieser Stelle ein Schmankerl ![]()
Ein wirklich interessanter Effekt. Ich berichtete, dass mein social news Projekt nicht als Referer in den Logs auftauchte, ich also mit diesem Experiment leider keine neuen Besucher generieren konnte.
Nun, wo ich diesen Artikel hier publiziert habe, kommen eigenartigerweise einige Besucher über meine deutsche Version zu one3p. Interessant finde ich das Surfverhalten an dieser Sache. Schließlich gibt es in diesem Artikel, bzw. in diesem Blog genügend Links zu one3p
Also warum erst von hier zur Lego Seite und dann zu one3p? ….. Interessiert mich ernsthaft… Wer mag, bitte einen Kommentar.
4 Responses for "Das Lego Experiment"
Ich weiß noch nicht warum, aber irgendetwas hat das Blog-Layout für MS IE Benutzer zerhauen. Ich werde es “richten”
just another web 2.0 blog
SITE-ADMIN: Für Deinen Link den Du hier setzen kannst hätte ich mir schon einen *sinnvollen* Kommentar gewünscht…
werde ich auch einmal testen, klingt interessant.
[...] nicht gelöscht, sondern nur den Inhalt entfernt mit einem Verweis auf diese Seite über das Lego-Experiment. Es funktioniert. Auch darüber erhalte ich Besucher in diesem Blog. (Anmerkung: Ich habe in diesem [...]