Social marketing oder in Deutsch soziales Marketing ist neu und oft falsch verstanden.
Website Betreiber werden gelobt, wenn Sie social marketing in ihre Kampagnen einbeziehen. Aber was ist eigentlich wichtig daran und was muss überhaupt beachtet werden?

Hier sind 10 Tipps für den Start einer social marketing Kampagne.

1. Einen Plan machen. Es reicht, jeden Tag ein klein wenig (mehr) zu tun. Es geht nicht darum, zu sagen dass man etwas tut. Es geht auch darum, es nachvollziehen zu können und zu wissen WANN man WAS tut.

2. In Deutschland gibt es einige Portale im Bereich social media. Beispielsweise sind das Yigg.de; one3p.de; Mr Wong; und viele andere Themenbezogene Dienste. Schaut euch um, was für euer Thema gut passt. Meldet euch an und füllt zuerst euer Profil ORDENTLICH aus. Dann „spielt“ ein bisschen in der Community mit, bevor ihr eure eigenen Links postet. Im schlimmsten Fall kommt sonst der Verdacht des Spammens auf. Sucht in den Communities nach Freunden und lasst auch eure Links bewerten. Das sind wichtige und erste Informationen für das eigene Produkt oder Projekt!
Auch kann das Beobachten der Kommentare über eure Konkurrenz kann wichtige Informationen liefern. Mit der Zeit postet eigene Links in diese Communities. Versucht dabei auch die Unterseiten der eigenen Website nicht zu vernachlässigen.

3. Wenn ihr noch keinen Blog habt, dann ist das der erste Schritt, nachdem ihr diesen Artikel gelesen habt. Ohne Blog zu arbeiten, ist wie ohne Räder mit dem Auto fahren. Es funktioniert heute nicht mehr. Blogssysteme gibt es viele. Das gängigste ist wohl Wordpress. Übrigens, dieser Blog hier basiert auch auf Wordpress. Blogs haben eine extrem hohe Reichweite. Außerdem verfügen Blogs über Techniken (Pings), die eure Beiträge in kurzer Zeit in den Index der Suchmaschinen bringen. Ein Blog ist heutzutage ein Aushängeschild für jedes Unternehmen oder Projekt. Mario Donick schreibt in diesem Beitrag sehr gut über das Corporate Bloggen.

4. Sobald der Blog installiert ist, solltet ihr auch in diesem entsprechenden Communities beitreten. Interessant im Deutschen Raum sind bspw. bloggeramt.de und bloggerei.de. Zusätzlich ist es sicherlich sinnvoll, mybloglog.com und technorati.com beizutreten.

Alle diese vier Communities bieten unter anderem Tools oder Buttons an, die für eine Vernetzung der Blogs sorgen. Auch das Widget von MyBlogLog ist nicht zu verachten. Das Projekt ist zwar im Ursprung englisch, aber es gibt viele Deutsche User in dieser Community. Bindet einfach die Tools in den neuen Blog ein. Das geht auch an „unsichtbarer“ Stelle, wie z.B. in meinem Blog der bloggerei.de Button ganz unten. Und warum diese Tools? Sie sind meist Voraussetzung dafür, dass diese Dienste euren Bloginhalt auch “abholen” und veröffentlichen oder sie erfüllen einfach grundlegend „nur“ die Community-Funktion.

5. Findet neue Freunde, schreibt Kommentare in anderen Blogs (kein Spam, sondern Dinge zum Thema) und macht euch zum Thema. Bietet auf dem eigenen Blog unbedingt eigene Inhalte oder spezielle Meinungen zu einem Thema. Vereinfacht gesagt: Mach mit! Wenn eure Themen gut sind, werden mit der Zeit andere Blogger Links zu eurem Blog setzen und vielleicht auch über euch schreiben. Das ganze geht auch gegen Gebühr, kann aber auch nach hinten losgehen. Versucht euch auf zwei bis drei Themen „einzuschreiben“.
Das grundlegende, welches mit eurem Produkt oder Projekt zusammenhängt, ein verwandtes dazu und eins, was zwar durchaus Interessenten für eurer Produkt oder Projekt bringen kann, aber vordergründig nicht danach aussieht.
Ein Milchprodukteerzeuger könnte bspw. über Milchproduktion bloggen, nebenbei speziell über Käseherstellung oder Käsearten und drittens über wirtschaftsbezogene Themen, aber mit dem Schwerpunkt auf den Lebensmitteleinzelhandel.

6. Jetzt habt ihr bereits die ersten Schritte unternommen. Einige Profile sind angelegt und erste Kontakte sind geknüpft. Nun müsst ihr versuchen, tiefer in die Materie vorzudringen. Sucht nach Nischen-Communities und schließt euch Business-Netzwerken an. Beispielsweise sind das Xing oder Viadeo. Es gibt aber auch kleinere Business-Communities. Jede davon hat ihren eigenen Charakter.

7. Jetzt ist es langsam Zeit speziell auf dieses Thema orientierte Communities zu suchen und ihnen beizutreten. Holt euch Tipps von anderen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Das Web 2.0 verändert sich ständig. Quasi jeden Tag gibt es neue Möglichkeiten. Bleibt einfach am Ball. Ein erster Weg ist dabei sicherlich das Abakus-Forum oder solche Communities wie six-goups, die es sogar ermöglicht, neue und eigene Gruppen zu erstellen. Wenn ich am obigen Beispiel noch einmal anknüpfe, dann könnte das bspw. die Gruppe „Blogs optimieren in der Milchwirtschaft“ sein. ;)

8. Eröffnet einen weiteren Blog auf blogger.com. Das kostet nur ein paar Minuten. Veröffentlicht dort Inhalte, die zwar gut sind, aber eben nicht ganz so gut für euren neuen (Wordpress?) Blog. Das bringt euch weitere Leser, ihr könnt in den social media communities einen weiteren Link platzieren und ihr könnt von eurem blogger.com Blog einen guten Backlink zu eurem Projekt und/oder Blog setzen.
Ich habe bspw. bei blogger.com mal einen Artikel veröffentlich den ich hierher importiert habe. Nach dem Import habe ich aber den Artikel nicht gelöscht, sondern nur den Inhalt entfernt mit einem Verweis auf diese Seite über das Lego-Experiment. Es funktioniert. Auch darüber erhalte ich Besucher in diesem Blog. (Anmerkung: Ich habe in diesem blogger.com Blog leider keinen guten Inhalt ;) )

9. Analysiert euren Traffic. Woher kommen die Besucher, wie lange bleiben sie, was lesen sie, wo klicken sie usw. Das sind die Kernfragen, die ihr euch stellen solltet. Hilfreich ist dafür z.B. Google Analytics. Für euren Blog kann das auch MyBlogLog übernehmen.

10. Zuletzt: Nicht aufgeben. Immer am Ball bleiben. Lernen und Probieren sind äußerst hilfreiche Mittel. Um eventuelle Kosten für die social media Kampagne abzufangen, kann in Blogs, aber auch auf „normale“ Projekte Werbung integriert werden. Dazu habe ich vor kurzem einen Artikel über Contaxe geschrieben.

Die Idee zu diesem Artikel basiert auf einer englischen Ausgabe der SiteProNews. Der Autor des Artikels war Jack Humphrey. Ich habe seine Ideen mit meinen eigenen Ideen kombiniert. Jack Humphrey ist auch der Autor des “Authority Black Book”.