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26 Feb
In einigen Blogs sind mittlerweile ein paar Beiträge zum Thema Texte kaufen aufgetaucht.
Vor kurzem schrieb auch Malte von Landwehr Online Reputation Management einen Artikel darüber. Wie so oft regen Maltes Beiträge meinen Geist zu wirren Gedanken an
Ich möchte auf seinem Beitrag basierend eigene Eindrücke schildern.
Insgesamt betrachtet steigt die Nachfrage nach Inhalten im Internet an. Das ist auch logisch. Ersten finden immer mehr Menschen Zugang zum Internet und zweitens optimieren Suchmaschinen ihre Technologien immer mehr, um “Betrügereien” in der Platzierung der Suchergebnisse vorzubeugen. Da gibt es sicherlich noch mehr Gründe, aber darauf will hier nicht weiter eingehen. Nun ist es natürlich einfach, anstelle selbst zu schreiben, einfach entsprechende Inhalte anfertigen zu lassen. Der Vorteil liegt klar auf der Hand. Zeitersparnis. Gerade wenn man viele Projekte betreuen muss.
Doch in den Kommentaren der oben erwähnten Blog-Beiträge sind oft auch Berichte über zu wenige Einnahmen der Autoren der Artikel. Man spricht von zu geringen Vergütungen und im Vergleich dazu von zuviel Arbeit für Recherche etc. Ich will versuchen das nicht zu bewerten. Ich bin sicher, dass eine Menge Arbeit in so manchem Artikel steckt. Aber was ist denn eigentlich der Artikel für den Käufer wert? Darüber spricht kaum jemand.(Oder niemand?)
Ich habe heute einen Artikel bei Contentworld gekauft. Der Autor hatte zu 100% positive Bewertungen. Den Artikel konnte ich vor dem Kauf lesen. Er besteht aus 479 Wörtern und hat knapp acht Euro gekostet. Das Thema passt wunderbar in eines meiner Projekte. Der Artikel ist in sauberer deutscher Sprache geschrieben und inhaltlich korrekt. Der Schreib- und Ausdrucksstil ist mindestens 10HOCH1024 mal besser als meiner
Das schöne daran ist, dass ich den Artikel nicht (vor)bestellen musste. Man kann bei Contentworld in fertigen Artikeln “wühlen” und alle vorher lesen. Natürlich thematisch sortiert.
Die folgende Aufstellung zeigt die Berechnung der Keyworddichte des Artikels. Und nur des Artikels, kein HTML oder sonst was drumherum.
Anzahl Prozent Wort
8—2,92%—keyword1
6—2,19%—keyword2
6—2,19%—keyword3 (Mehrzahl von 1 – abgehende Beziehung)
6—2,19%—keyword4
5—1,82%—keyword5
5—1,82%—keyword6
4—1,46%—keyword7
4—1,46%—keyword8
4—1,46%—keyword9
4—1,46%—keyword10
3—1,09%—keyword11
3—1,09%—keyword12 (verwandt mit 1 und 24)
3—1,09%—keyword13
3—1,09%—keyword14
3—1,09%—keyword15
2—0,73%—keyword16
2—0,73%—keyword17
2—0,73%—keyword18
2—0,73%—keyword19
2—0,73%—keyword20
2—0,73%—keyword21
2—0,73%—keyword22 (verwandt mit 1)
2—0,73%—keyword23
2—0,73%—keyword24 (verwandt mit 1)
2—0,73%—keyword25
2—0,73%—keyword26
2—0,73%—keyword27 (verwandt mit 1)
2—0,73%—keyword28 (verwandt mit 1)
2—0,73%—keyword29
2—0,73%—keyword30
2—0,73%—keyword31
2—0,73%—keyword32
2—0,73%—keyword33
2—0,73%—keyword34
2—0,73%—keyword35
2—0,73%—keyword36
2—0,73%—keyword37
2—0,73%—keyword38
2—0,73%—keyword39
2—0,73%—keyword40
2—0,73%—keyword41
1—0,36%—keyword42
1—0,36%—keyword43
1—0,36%—keyword44
1—0,36%—keyword45
1—0,36%—keyword46
1—0,36%—keyword47
1—0,36%—keyword48
1—0,36%—keyword49
1—0,36%—keyword50
Durchgeführt habe ich diese Berechnung mit sistrix. Das Ergebnis muss ich nicht kommentieren. Mag jeder denken was er will. Wer nicht weiß was ich mit “verwandt” und “abgehender Beziehung” meine der schaut bitte in meinen Beitrag über SEMAGER.
Aber was bringt mir nun konkret solch ein Artikel?
Möglichkeit 1:
Ich stelle diesen Artikel allein ins Netz. Ohne weitere Seiten drumherum. Wo wird er in den Suchergebnissen landen? (Vorausgesetzt er wird überhaupt aufgenommen) Naja, je nach Thema irgendwo ganz hinten. Also kann ich mir schonmal die Mühe sparen Werbung einzubinden. Denn für den Zufallsklicker aller 4 Monate macht es wenig Sinn. Vor allem, da der Artikel ab dem Moment des “Onlinestellens” anfängt Kosten zu verursachen. (eigener Webspace) Das klingt vielleicht für manchen etwas verwirrend, aber faktisch ist es so. Wir haben einen max. verfügbaren Speicherplatz, einen Speicherverbrauch (den der Artikel auf dem Server braucht) und einen festen Betrag je Periode. Also was bringt der Artikel in diesem Fall? NIX
Möglichkeit 2:
Ich habe ein Projekt mit ein paar (oder vielen) Seiten. Den Artikel kaufe ich dazu. Was bringt der Artikel in diesem Fall? Fast NIX.
Einerseits versorgt er das gesamte Projekt mit ein paar Keywords und stärkt es somit. Das ist ja schonmal ne gute Sache. Andererseits wird ein Artikel das Projekt nicht soweit stärken, dass man plötzlich über Nacht reich wird, weil der Traffic aufgrund einiger Wörter mehr im Index den Server fast in die Knie zwingt. Da sind wesentlich mehr Artikel (Inhalte) und andere Maßnahmen nötig.
Leider lässt sich so konkret nicht berechnen um wieviel Prozent ein einziger Artikel für Umsatzsteigerungen gesorgt hat. Doch ich möchte behaupten, dass die Einnahmen, gerechnet pro Artikel, wesentlich geringer sind als allgemein angenommen. Beweisen kann ich das so nicht.
Anderes Beispiel: Ich kaufe 20 Artikel in der Form des oben erwähnten. Macht zusammen ca. 160 Euro. Insgesamt müsste dann das Projekt ca. 9600 Wörter plus die Wörter für Navigation etc haben. Vermutlich könnte dieses Projekt sogar eine Zeitlang ein paar Besucher anlocken und den ein oder anderen Klick generieren. Doch reicht die (verfügbare) Zeit und die Einnahmen pro Klick um das Projekt (160 Euro + Kosten für Erstellung der Seiten) zu refinanzieren?
Bedenkt bitte: Das eben beschriebene ist ein Modell.
Mein Fazit: Die Autoren verdienen wirklich nicht viel pro Wort. Sie müssen auch manchmal viel leisten. Doch dieses “jammern” (nicht krumm nehmen
) ist meiner Meinung nach überzogen. Man könnte über neue Vergütungsmodelle nachdenken. Beispielsweise anteilige Vergütung je Artikelaufruf oder … was weiß ich
Vielen Dank fürs Lesen.
8 Responses for "Texte kaufen – Was bringt es und vor allem wem bringt es was ?"
Erhöht dieses “Vorher Wühlen” nicht die Gefahr, dass skrupellose Webmaster die Texte einfach so kopieren und verwenden ohne dafür zu zahlen?
Klar, das Risiko hat man bei gekauftem Content immer aber so steigt es noch mal.
Das stimmt. Die Gefahr sehe ich auch. Vor allem da es nicht unbedingt einfach ist, große Texte als Ganzes im Internet zu suchen um so eventuellen “Diebstahl” aufzudecken.
Aber so ist nunmal das Konzept von Contentworld..
Hey!
Schöner, informativer Artikel!
Ich bin selbst als Texter auf Contentworld unterwegs und die Einnahmen sind, wie schon in Maltes Blog erwähnt, wirklich sehr gering. Verglichen mit prof. Textern sind die Ausschüttungen dort lächerlich – oft verlangen Schreiber auf ihren Homepages 5-7 Cent pro Wort. Dann würdest du mit deinen 9.600 Worten schon bei über 500€ landen!
Im Endeffekt ist Contentworld Ausbeutung, dafür gibt es oft hochwertige Texte zu günstigen Konditionen. Für Schüler ist das vielleicht ein netter Nebenverdienst, reich zu werden schafft dort allerdings kaum jemand – außer dem Webmaster vielleicht.
Die Entwicklung geht jedoch Richtung Artikelsuche, meiner Meinung nach, da schneller Content zur Verfügung steht und in eigene Konzepte eingebracht werden kann. Komplette Pages inhaltlich zu gestalten ist bisher noch eher Arbeit des Webmasters und ggf. SEOs, Keywords in lesbare Wortanhäufungen zu verpacken ist jedoch die Spezialität der Texter.
Grüße,
Erik
hallo zusammen,
eine Anmerkung zu http://www.ContentWorld.com und Texte vorher lesen – wer sich die Oberfläche genau anschaut, wird sehen, dass man als Webmaster oder Käufer die Texte nach der Anmeldung zwar lesen kann, aber diese nicht kopieren kann, weil die Texte als Grafik abgespeichert wurden.
Denn wenn dieses nicht so wäre, würde es ja auch kein unique Content mehr sein.
Nur Autoren können Ihre eingestellten Texte plain lesen und kopieren, ändern oder sonst was machen.
Eine Anmerkung zu Erik: Was welchen Preis erzielt, bestimmt der Markt und wenn ich mir andere Oberflächen anschauen, die nicht transparent sind, wie ContentWorl.com, dann frage ich mich wirklich, wer mehr zahlt. Ich habe mir auch verschiedene Börsen angeschaut und habe keine gefunden die mehr auszahlt und wo es so transparent für Autoren und User zugeht.
Wenn man natürlich Aufträge von Verlagen & Co. hat, dann sind die Ausschüttungen gering, das stimmt – aber wer hat schon permanent Aufträge die gut bezahlt sind.
Hallo Poppi!
Natürlich hast du mit deiner Einschätzung zu Contentworld.com recht, das System und die Auszahlung sind alles andere als schlecht – allerdings nicht für Berufstexter. Daher kann ich 3 Stunden Arbeit für Contentworld investieren, oder 3 Stunden in das Suchen und Erledigen von Aufträgen – dann allerdings mit dem mindestens doppelten Ertrag.
Mir ist noch gar nicht aufgefallen, dass man die Texte als Grafik zu sehen bekommt. Gute Idee. Da bleibt dem Text-Dieb nur das Abtippen *g*
@ Erik “Keywords in lesbare Wortanhäufungen zu verpacken ist jedoch die Spezialität der Texter” … Da stimme ich Dir voll und ganz zu.
Als Autor schaue ich täglich bei contentworld rein. – Seit Wohen nicht mehr als 30 “Gesuche”, die sich hauptsächlich auf die richtige Handhabung von Bohrmaschinen beziehen:-)
Autoren? – Nun ja, die Gedichte liegen jetzt wohl auf dem Server, vorher irgendwo in der Schublade.
Das Hauptproblem dürfte für den Autor allerdings darin liegen, dass jedes Gesuch eine bestimte “Laufzeit” hat. Während dieser Zeit kann dann jeder Autor seinen Artikel dazu einstellen. Meiner Meinung nach wird die Kaufentscheidung dann rein nach Preis gefällt.
Ich weiß also erst nach Wochen oder Monaten, ob mein Text gekauft wird. – Und das bei einem Auszahlungslimit von 25 Euro ? –
Was nutzt mir als Autor ein hoher Preis für ‘unique content’, wenn der Kunde den nicht bezahlt? – Ich muss den Text also auch als ‘allgemeinen content’ anbieten und bekomme dafür gerade mal 1/10. Für 5,50 Euro also 0,55 Euro. Selbst wenn jeder Text von mir gekauft wird, muss ich in der Preisklasse 55 Cent ca. 46 Texte verkaufen, bis ein auszahlbarer Betrag zusammen kommt. Fast eine Lebensaufgabe, bei der derzeitigen Frequentierung der Seite.
@Erik, wie ein Berufstexter dort Geld verdienen will, blieb mir bisher verborgen.-)
Ich klicke auch regelmäßig “Content kaufen” an. Da hat man als Autor immerhin die Möglichkeit, die ersten beiden Sätze der Autore-Kollegen zu lesen. In schöner Regelmäßigkeit beginnen da die Sätze mit “Wer…” und spätestens nach dem fünften Satz taucht dann “heutzutage” auf. Manchmal gibt es aber auch nette Einstiege für Aufsätze:-)
Bei den Aufträgen wäre es vielleicht ganz geschickt, wenn man die gewünschten keywords mit angibt, damit dann eine “lesbare” Wortanhäufung mit Artikelcharakter erstellt werden kann.